35:33 – Baunatal setzt Glanzlicht
von HSG-Online-Redaktion

Regionalliga-Frauen der HSG schlagen Tabellenvierten
Zeigte, wo es lang ging: Baunatals Mittelfrau und vierfache Torschützin Lea Günther. © Foto: Dieter Schachtschneider
Baunatal – Es könnte im Kampf um den Klassenerhalt der entscheidende Sieg gewesen sein. Mit Willen, Kampf, Leidenschaft und spielerischer Klasse schlugen die Regionalliga-Handballerinnen der HSG Baunatal zuhause die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden 35:33 (16:11) und liegen als Achter gut im Rennen um einen Nichtabstiegsplatz.
Wie befürchtet musste Baunatal auf mehrere Spielerinnen verzichten. Andere, deren Ausfall sich angedeutet hatte, waren dabei. „Im Training hatten wir kaum noch Leute. Mal sehen, wie lange wir durchhalten“, sagte Trainer Arnd Kauffeld vor dem Anpfiff. Seine Sorge erwies sich als unbegründet, dasTeam spielt bis zum Schluss mit Volldampf am Limit. Auch zu Beginn waren die Gastgeberinnen da und führten bald 5:0. Der Tabellenvierte hingegen benötigten fast sechseinhalb Minuten für seinen ersten Treffer. Schon in dieser Phase deutet sich an, dass Baunatals Torhüterin Susana Freudenberg eine Hauptrolle bekleiden würde. „Sie hat uns mit ihren super Paraden gleich Selbstvertrauen gegeben“, sagte Kauffeld.
Auch ihre hoch konzentrierten Vorderleute präsentierten sich stark. Viele teilten sich in die Tore, trafen von allen Positionen. Oft setzten sie spielerische Glanzlichter und fanden selbst bei drohendem Zeitspiel Lösungen. Meist setzte Kauffeld mit Erfolg auf die siebte Feldspielerin: „Damit haben wir die offensive Deckung des Gegners in die Defensive gedrängt.“ Nie lag der Widersacher vorn, nie glich er aus. 30:22 führte Baunatal (48.) und alles schien gelaufen. Doch es wurde noch ein Kampf auf Biegen und Brechen.
„Vorher ging es darum, dass wir immer mal am Ende noch Punkte verloren hatten. Aber als es jetzt eng wurde, hat niemand daran gedacht oder gezweifelt“, betonte die auf der Mitte spielende Lea Günter und fügte an: „Heute lief alles für uns. Bis auf die Ausfälle.“ Weil die Baunatalerinnen auch die letzten Minuten bravourös meisterten, Freudenberg noch einmal im Eins-gegen-eins parierte und Alena Breiding sowie Leonie Brüßler trafen, stand der Sieg schließlich fest. Auch zur Freude von Kauffeld. „Geduld und Mut waren das A und O. An so einem Tag bist du gern Trainer. Ich bin stolz.“
HSG Baunatal
Freudenberg, Gerner, Clobes – Peter 4, Simon 6, Brüssler 2, Klinge 3, Mihr 6, Günther 4/2, Deichmann 3, Breiding 7, Schmidt, Heist
WOLFGANG BAUSCHER